Legal Highs

Legale Drogen: Was ist das?

Streng genommen versteht man unter „legal Highs“ jegliche Substanzen, welche dafür genutzt werden können, den Körper / das Bewusstsein zu pushen bzw. zu beeinflussen. Die am häufigsten konsumierten legalen Drogen sind sicherlich Koffein (Kaffee, etc.), Nikotin (u.A. Zigaretten) und Alkohol (Bier, Wein, usw.). Doch auch gefährliche psychoaktive Substanzen wie aus Reinigungsmitteln, Gas, etc. könnte man zu der Gattung zählen – dies ist jedoch äußerst gefährlich!

Seit etwa 10 Jahren gibt es noch weitere so genannte Legal Highs. Diese trennen sich noch mal in die 2 Gattungen Räuchermischungen (Cannabis ähnlich) und Badesalze (Wirkung wie Ecstasy). Vor rund 10 Jahren hat sich da ein ganz neuer Markt aufgetan. Zu den ersten Räuchermischungen zählt das inzwischen – aufgrund der verwendeten Substanzen/Cannabinoide) – verbotene Spice, welches in diversen „Geschmacksrichtungen“ mit unterschiedlichen Wirkungsgraden angeboten wurde.

Die Geschichte

Die Spice-Hersteller waren damals nicht doof: Cannabis zählt zu den so genannten Weichen Drogen und ist bspw. in Deutschland sehr beliebt und gar akzeptiert. Ein „Kiffer“ ist nicht zwingend ein Junkie und Cannabis wird von Jung bis Alt nach wie vor konsumiert. Aufgrund der Gesetzeslage ist es jedoch in Deutschland – wie in den meisten Ländern – verboten, wenn auch teilweise geduldet.

Nun haben die damaligen Räuchermischungen-Hersteller einfach künstliches Cannabis – so genannte Cannabinoide – genutzt, welche aufgrund des BtMG nicht verboten sind und somit frei verkauft werden konnten.

Der Hype damals war riesig: Das Zeug wurde online und in vielen „Rauchbedarf“-Geschäften zu Massen verkauft. Die Medien wurden darauf aufmerksam und berichteten nahezu täglich darüber. Dann kam es zu den ersten Vorfällen, Menschen kippten um oder kamen ins Krankenhaus. Die Politik war gefragt und auch die Diskussion um die Legalisierung von Marihuana sprudelte wieder auf. Relativ schnell hat die Politik reagiert und die einzelnen Stoffe mit in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Doch die findigen Hersteller waren nicht nur klüger sondern auch schneller: Direkt gab es Alternativen mit abgeänderten Substanzen auf den Markt und die Politik stand wieder am Anfang.

Der Hintergrund ist einfach: Im BtMG muss jeder Stoff aufgelistet sein, der darunter fällt. Das sich die synthetischen Cannabinoide jedoch schnell abändern ließen, blieben diverse Räuchermischungen legal oder wurden eben so geändert, damit sie wieder legal sind.

Schnell kamen auch andere Hersteller auf die Idee Kräutermischungen bzw. legale Drogen auf den Markt zu bringen und so gibt es bis heute Hunderte verschiedene Hersteller, Sorten und Arten.

Wie geht es weiter?

Nach wie vor ist die Politik damit beschäftigt eine endgültige Lösung zu finden und durchzusetzen. Dies wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen und es ist Ungewiss, ob sich die Kräutermischungen und Badesalz Hersteller wieder etwas neues ausdenken.